David Bürgi

Über mich

Zu meiner Person

Weil die therapeutische Beziehung der Dreh- und Angelpunkt einer Psychotherapie ist, darf und soll die Patientin oder der Patient wissen, mit wem sie, bzw. er es auf der anderen Seite zu tun hat. Deshalb einige kurze Worte zu meiner Person.

Meine Frau und ich haben drei halberwachsene Kinder, zwei Buben und ein Mädchen, die schon vieles alleine machen wollen, die aber glücklicherweise auch immer wieder etwas mit uns Eltern unternehmen. Wir wohnen in einem ruhig gelegenen Haus in Märstetten umgeben von einem blumenreichen Garten.

Aufgewachsen bin ich in einfachen Verhältnissen in einem kleinen Bauerndorf im Thurgau. Dort gab es kaum etwas Schmuckes oder Grosszügiges. Als ich 11 Jahre alt war, zügelten wir nach Weinfelden, wo sich familiär einiges änderte. Der Mittelschulzeit habe ich viel zu verdanken, da sie den Blick auf eine vielfältige Welt öffnete, die Naturwissenschaften interessierten mich ebenso wie die Philosophie und Psychologie. Deshalb war die Studienwahl nicht einfach.

Während meines Studiums der Psychologie, Philosophie und Pädagogik an der Universität Zürich verdiente ich mit Stellvertretungen als Lehrer auf unterschiedlichen Schulstufen einen Teil meines Lebensunterhaltes. Es waren die Anthropologie und die Psychoanalyse, die mein Interesse im Studium an sich zogen. Richtig glücklich konnte ich in diesem riesigen Betrieb, in dem das Gespräch an den Rand gedrängt war, nicht werden.

Therapeutische Ausbildung und Erfahrung

Erst gegen Ende des Studiums entschied ich mich beruflich für die Psychotherapie und entsprechend meinen Neigungen wählte ich für meine psychotherapeutische Ausbildung eine Richtung der Psychoanalyse.

Um eine unmittelbare Begegnung mit den ernsten psychiatrischen Erkrankungen zu bekommen – ich musste das Studium der Psychopathologie nachholen –, arbeitete ich nach dem Studium zwei Jahre als Psychiatriehelfer auf einer Langzeitstation der psychiatrischen Klinik Wil. Meine erste Anstellung als Therapeut fand ich anschliessend in den Heimstätten Wil, wo chronisch kranke, IV-berentete Menschen leben. Die Arbeit dort machte mich bescheiden und weckte einen grossen Respekt vor den Patienten und Patientinnen. Sie lehrte mich vieles und meines Erachtens auch Entscheidendes über die therapeutische Haltung. Im Verstehen, im Haltenden und in der Fähigkeit, Negatives mitzutragen, vollzieht sich für die Therapie Wesentliches. Es hilft, geduldig beim Vorläufigen zu bleiben und geduldig zu versuchen, immer wieder in Kontakt zu kommen mit meinem Gegenüber, auch mit seinen schwierigen und verborgenen Anteilen. Auch lernte ich, dass ich therapeutisch nur arbeiten kann, wenn ich mein Gegenüber gerne habe.

Neben der Anstellung in den Heimstätten Wil begann ich ab 2005 in Frauenfeld mit Dr. M. Huber in delegiertem Verhältnis zu arbeiten. Im Rahmen der ambulanten Therapie erstaunte mich die Vielfalt der Anliegen und Aufgaben, die man als Therapeut von den Patienten und Patientinnen zugespielt bekommt. Die einen brauchen vor allem einen haltend-verstehend-begleitenden Raum, die anderen brauchen eine Konfrontation, ein entschiedenes Engagement oder eine klare Stellungnahme; die einen brauchen Unterstützung in einer Krisen- oder Übergangssituation, die anderen suchen eine neutrale Aussenperspektive, um über sich und ihr Leben klarer werden zu können; die einen spüren, dass Konflikte bearbeitet und tiefer liegende Muster verändert werden müssen, die anderen müssen mit Traumatischem einen Weg finden – es liessen sich noch manch weitere Anliegen nennen. Seit 2023 führe ich nun eine eigene Praxis.